Friday, September 30, 2011

Mein Leben, die Achterbahn - Teil II

Wenn es regnet, draußen die Welt untergeht, der Wind alles durcheinanderpeitscht, es dunkel ist vor Wolken und alles dann auf einmal weniger wird, die Tropfen nur noch sanft gegen dein Fenster prasseln und die ersten Sonnenstrahlen sich den Weg durch die zerklüftete Wolkendecke kämpfen, du vielleicht sogar in der Ferne einen bunten, leuchtenen Regenbogen siehst - kennst du dieses Gefühl? 


Wenn ja: So fühle ich mich gerade. Nur dass mein Regenbogen nicht aus Farben vor einem dunklen Himmel besteht sondern aus Menschen die mir zur Seite stehen trotz allem:

"Alter du bist nie allein...
Und allein dass ich nicht alleine war, als ich weinte, zeigt mir, dass du ein wunderbarer Mensch bist, egal, was du dir da versuchst, einzureden.
Ich hab dich lieb und ich bin immer für dich da. Und du wirst nie alleine sein, denn ich werde immer immer immer immer für dich da sein.
Ich versprechs dir."

"JETZT ist der Moment, wo ich das Maul aufmache und zwar RICHTIG, weils alle anderen auch tun.
Ihr habt doch nur drauf gewartet und reibt euch jetzt die Hände und trete noch mal schön rein. WER ist hier der Kindergarten?
Wenn das hier Reitas Art ist damit umzugehen, dann habt ihr das zu tolerieren, wenn schon nicht zu aktzeptieren. Wems nicht passt, oben rechts gibts 'n kleines Kreuz, klickt mal drauf, passiert was Spannendes.
[...]
That's life. "

"Scheiss doch auf solche Leute einfach, genieße dein Leben, mach das was du für richtig hälst. Lebe dein eigenes Leben. 'Wer noch atmet, der kann auch noch kämpfen.' Kämpfe für dich, für dein recht zu leben. Es gibt Leute, die werden dich nie verlassen."

"[...]das ich wirklich gehofft habe das du nach tam, mal ne richtig tolle beziehung hättest und hab dir echt gewünscht das die mal anhält >o<"
und *da ich ja dein stalkerschen bin*lach*XDD muss ich ja deine webbis lesen XD
ich muss dir sagen, du solltest dich für niemanden auf dieser welt verändern ausser für dich selber, den für wen auch immer du dich veränderst es gibt keine garantie das derjenige bis zum ende bei dir bleibt....
und was hast du dann?
dann bist du ein mensch der du vielleicht gar nicht sein willst, weil du dich für jemanden verändert hast, der gar nicht dazu bereit ist das leben mit dir zu teilen.
worauf ich hinaus will ist eigentlich nur, bleib wie du bist:*
ich kenn dich nicht privat aber ich find dich gut so wie du bist >.< das fand ich vor nem jahr schon XD und das finde ich immer noch Ò_Ó
und ich wünsche dir das endlich mal etwas gut läuft >o<" "



Danke an alle, die mich unterstützt haben/unterstützen. Ihr habt sicher alle euere eigenen Probleme, deswegen gleichzeitig: entschuldigt bitte, dass ich so anstrengend bin. 
Und entschuldigung an Momo... es tut mir Leid, dass ich dich enttäuscht habe, aber allein wegen dir werde ich es durchziehn, die Con UND das Cosplay. Mein Vertrauen ist absolut erschüttert und ich hab jede Menge Schiss, aber ich stürze mich jetzt einfach mal Hals über Kopf in die FBM und hoffe, dass ich da heil wieder rauskomme. Ich glaube an das Gute im Menschen und hoffe einfach mal nicht enttäuscht zu werden.

Hier noch der Song, der mich iwie über Wasser hält:

Mein Leben, die Achterbahn - Auskotzblog (wer solche Infos nicht möchte brauchts nich lesen...)

Gestern bis 20 Uhr ca. gings mir noch gut. Ich war dabei wieder zu werden, mich wieder aus dem Tief zu rappeln welches die Trennung in mich gerissen hat. Und heute... ist es schlimmer denn je. Ja, es geht mir beschissen. Ob immer noch oder wieder kann ich nicht beurteilen. Nur ein paar Punkte:
- was ich öffentlich mache oder nicht ist ganz allein MEINE Sache, denn es ist MEIN Leben. Wer sowas nicht lesen will, braucht es nicht lesen. Und wer der Meinung ist, dass ich hier Tatsachen verdrehe (denn es SIND Tatsachen die hier stehen) soll mir seine Meinung doch bitte persönlich ins Gesicht sagen und nicht über irgendwelche Anonymen Kommentare die mich sowieso nicht kümmern.
- Leute, von denen ich dachte sie wären Freunde schmeißen mich grundlos und ohne Vorwarnung aus ihrem Leben (ich muss ja echt ein richtig beschissener Mensch sein)
- aufgrund dessen kann ich einer ganzen Reihe von Leuten nicht mehr vertrauen, habe die FBM und das Cos auf das ich mich ewig freute nun endgültig abgesagt
Ich bin traurig, enttäuscht und in ewiger Wartestellung. Eigentlich will ich die Leute nicht verlieren, aber scheinbar lassen sie mir nichtmal die Wahl. Nur so viel: Sie kamen vorher mit mir klar. Und ich sehe nicht ein, warum ich mich JETZT für jemanden, der nichtmal mit mir zusammen ist und nichtmal richtig mit mir befreundet ist verbiegen sollte. Wenn, dann verbiege ich mich momentan für MICH, weil ICH es so will. Und für niemand andren. Ich versuche momentan wirklich alles um ein besserer Mensch zu werden und es ist mir klar, dass ich es niemandem recht machen kann, am wenigsten mir selbst. Doch... anstatt dass irgendjemand mal sagt "super, find ich gut dass du dich anstrengst, find ich gut dass du deine Vergangenheit endlich mal kritisch ansiehst" verlässt mich nur jeder. Ich kanns nur nochmal sagen wie sehr mich das enttäuscht. Und wenn ich die Wahl hätte und einen Herzschrittmacher mit Fernsteuerung wäre JETZT der Punkt, an dem ich drücken würde. Denn das momentan ist kein Leben mehr, es ist vielmehr ein ständiger Kampf um Leute, die mich scheinbar nicht wollen. Es ist ein Kampf mit mir selber, den ich mit mir selbst aufgenommen habe da die Zeit dafür reif war. Es ist ein Kampf Gut gegen Böse - nur wer was ist kann ich nichtmal mehr beurteilen.

Thursday, September 29, 2011

Neues vom Arschfickmann!

Ich beginne diesen Blog-Eintrag mit folgenden Worten:

"Ach wie gut dass niemand weiß, auf wen und was ich alles scheiß."

Denn das is momentan iwie mein Motto. Nachdem ich mich mit meiner Ex gezofft habe (ich wollte nett und freundlich einfach so wie sie es wollte freundschaftlich mit ihr verkehren aber sie nicht) fiel die ganze Liebe von mir ab wie... wie... Dreck nachm Duschen. Ich glaube jeder, der schonmal verdammt unglücklich war und dann auf einen Schlag wieder glücklich, kann nachfühlen wie das war.

Joa... und jetz guckt se mich mitn Arsch nich an. Aber is mir scheißegal. SIE wollte, dass wir Freunde sind und nachdem sie mich so angekackt hat wegen nix und wieder nix isses an ihr ob sie jetz Freundschaft will oder nich - ich werd keinen Finger mehr dafür rührn, denn Freunde hab ich genug. Und selbst die schlechtesten von denen sind besser als sie.

Jedenfalls gehts mir blendend, meine Therapie läuft hervorragend und ich fühle mich wie Neugeboren. Ich weiß jetzt, dass ich kein schlechter Mensch bin - ich hatte nur ein paar Fehler, die unglücklicherweise auf eine Person trafen die selber welche hat. Schlauer bin ich jetz auch: Nie wieder eine "Härtefall"-Freundin oder Fernbeziehung und JA KEINER FRAU JEMALS WIDERSPRECHEN! Und joa... jetz nähe ich momentan an meinem neuen Cos, hier ein Bild:


Der Stoff dafür ist wirklich MEGA gay (aber iwie hübsch *hust*)  aber ich freu mich wirklich daran zu arbeiten. Schon allein weil es ne Leder/Lackhose is, die ich dann anhaben werde *-*. Ach ja, ihr solltet vllt noch wissen wie dieses Cosplay überhaupt heißt: Also der Typ ohne Nase is Reita, das müsstet ihr mittlerweile ja wissen und das Teil heißt "shiikureta haru, kawarenu haru" oder auch kurz "Klaus" (Weil sich das was Ruki da sing iwie wie "Kalaaaaahaaaus" anhört).

Ansonsten bin ich zurzeit bloß am Freundschaften pflegen, ein wenig flirten (denn nichts macht der Zwilling lieber), viel schlafen, weiterhin abnehmen und arbeiten. Morgen gehts zu meinem Mesut, endlich mal wieder Shisha rauchen, am Samstag gehts aufs Animexxtreffen und nächstes Wochenende ist Party angesagt. Ich kann wohl sagen: Wer mich jetzt stoppen will, muss ein Idiot und Lebensmüde sein.

Btw: Das is zurzeit der Soundtrack meines Lebens (ich steh auf dieses "da dara daaa daaa" X|DD):


Monday, September 26, 2011

toughts of a warm autumn-day

Heute Nachmittag stand ich beim Rauchen im Raucherzimmer meiner Arbeit am offenen Fenster in der Sonne. Ein Ausflugsschiff fuhr die Donau entlang und ich wünschte mir, ich wäre dort oben, in der warmen Sonne, glücklich... mit IHR. Auch wenn es weh tut, versuche ich ihr eine bessere Freundschaft als Beziehung zu bieten. Es schmerzt, dass sie das ganze Wochenende mit ein paar Freunden (die auch meine Freunde sind) verbracht hat. Doch es hatte vermutlich seinen Sinn. Sie wussten wohl, dass es nicht gut gegangen wäre, wäre ich ebenfalls dort gewesen. Und wieder einmal beweisen mir Menschen, die mich eigentlich kaum kennen, dass sie mehr über mich wissen, als ich über mich selbst. Zwar schreibe ich "XD" wenn ich mit ihr chatte - doch es zeichnet sich noch nicht in meinem Gesicht ab. Die Tränen haben aufgehört, doch der Schmerz ist derselbe. Ich habe mit ihr meinen Appetit verloren, doch wenigstens kann ich wieder schlafen. Und das ist das einzige, was ich momentan wirklich gerne mache, denn wenn ich schlafe, muss ich nicht nachdenken. Über meine Fehler, über die Erinnerungen, über die Zukunft... über SIE.
Schon seit über einer Woche bin ich jetzt wieder allein. In der Arbeit ist es am schlimmsten, denn irgendwie hat dort alles begonnen. Immer wenn ich Zeit habe, sehe ich auf mein Handy, auch wenn ich genau weiß, dass eine SMS von ihr in der Art wie sie waren nie wieder mein Display erleuchten wird. Und so betätige ich immer wieder mit einem verbitterten Lächeln die Tastensperre, um dem grausamen Display das Licht und somit die Gewissheit, dass es nichts für mich bereit hält zu nehmen. All die glücklichen Pärchen, die Heirats- oder Geburtsurkunden vorbeibringen vergrößern die Kälte in mir nur noch mehr, denn mir wurde klar: Eine Beziehung ist für die Meisten nur ein nebeneinanderherleben zweier Menschen die sich hin und wieder lieben. Erst mit dem Zusammenziehn oder Heiraten wird es eine PARTNERschaft. Es ist bitter zu wissen, dass ich noch so lange warten muss. Dass ich vielleicht für immer warten muss, bis mich das Warten auf den Tod erlöst. Doch ich liebe SIE immer noch und anstatt dass es weniger wird, wird es immer mehr, ich ertrinke beinahe darin... in einem See blutiger, schmutziger, bordeauxroter Liebe, die niemand will und am allerwenigsten SIE. Selbst wenn es nur ein nebeneinderherleben mit gelegentlichem Lieben wäre... allein die Gewissheit, dass sie wieder zu mir gehört (ich sage bewusst "zu mir" denn einen Menschen besitzen KANN MAN NICHT) würde alles wieder gut machen.

Doch es wird nie wieder gut werden. Und so versuche ich weiterhin breiter zu Lächeln als ein Kai von Gazette es jemals fertig bringen würde. Was macht es schon, dass mein Inneres dabei blutrote Liebe regnet. Dort wird sowieso nie wieder jemand hineinsehen, denn den Schlüssel dafür besitzt SIE.

Tuesday, September 20, 2011

Herz-Kopf

Hallo Blog-Leser,

wie man vielleicht mitbekommen haben, waren die letzten Tage nicht gut. Bzw waren es sogar die schlimmsten meines Lebens. Ich bin in den erstmaligen Genuss gekommen dass jemand, den ich aus ganzem Herzen immer noch Liebe mit mir nichts außer freundschaftlich mehr zu tun haben möchte. Ich bewundere meine Ex-Freundinnen die es geschafft haben weiterhin mit mir befreundet zu bleiben. Gut... nach meinem jetzigen Stand bin ich ein Beziehungsmonster, welches sogar die Richtige nach nichmal 3 Monaten vertreibt. Also nichts, dessen man nachweinen müsste. Trotzdem stelle ich mir die Frage: Wie haben DIE das gemacht?

Ich gebe zu: nach jedem Beziehungsaus wurde die Person, die nicht mehr war, gestalked. Ich wollte wissen, wie es ihr ging. Wenn ich ihre Staten und Twitter-Einträge lese, huscht ein trauriges Lächeln über meine Lippen. Für sie war es die richtige Entscheidung. Doch in mir drin tobt mein Herz in dem Käfig aus Eis, der erneut darum geschlossen wurde. Meine Mom, die versucht zu helfen wo es geht macht es nicht besser: "Was... sie hat Schluss gemacht? Das hätte ich jetzt nicht von ihr gedacht, sie schien so nett und vernünftig zu sein... ich dachte sie mag dich!". Ja... das dachte ich auch, selbst als es schon zu spät war, als ich ihre Gefühle schon zerstört hatte. Durch einen einzigen Satz, durch ein paar Wochen Fehlverhalten. "Aber das ist doch kein Grund! In einer Beziehung passiert sowas nunmal, Menschen machen nunmal Fehler, gerade du mit deinem Temperament und dann hattet ihr euch auch so lange nicht gesehen und die große Entfernung - sie wusste doch, auf was sie sich einlässt?!" Anscheinend nicht. Und ja... mein Kopf hatte recht. Ich hätte niemals eine Beziehung mit ihr anfangen sollen. Insgeheim hat er wohl gewusst, was erneut passieren würde: Dass ich die Fehler der Vergangenheit noch einmal mache, da es mich beim ersten Mal wohl nicht ordentlich genug auf die Fresse gelassen hat. Doch das jetzt... das sitzt. Das sitzt so gewaltig, dass ich seit Tagen nicht essen und schlafen kann und heute nach drei Stunden aus dem Büro gehen musste. Weil ich nichtmal vor fremden Menschen es schaffe so zu tun als würde es mir gut gehen. Weil jedes Lächeln schmerzhaft ist, da sich nur meine Mundwinkel nach oben ziehn, der Rest in mir aber von der Kälte der letzten Tage erfroren bleibt.

Ich habe die letzten Tage Stück für Stück über mich selbst und das was passiert war nachgedacht. Es ging/geht mir dreckiger denn je. Diese Art von Beziehungsbewältigung ist normalerweise nicht mein Stil und doch war es nötig um die Fehler meiner Vergangenheit zu erkennen und endgültig abzulegen. Für niemand Neuen, denn ich denke nicht dass es jemanden wie sie nochmal gibt in dieser Welt. Eine so einzigartige Frau, die in wenigen Tagen mein volles Vertrauen hatte, eine so einzigartige Frau, dass ich mich zum ersten Mal in meinem Leben zu Hause gefühlt habe, so lange sie bei mir war. Eine Frau, die es geschafft hat dass ich alles für sie mache. Ich sage bewusst mache, denn ich würde es immer noch. Sie war so besonders, dass ich davon überzeugt bin, jemanden wie sie nie wieder zu finden und somit jeder neuen Frau die kalte Schulter zeige, auch wenn die Nachrichten von wildfremden Mädchen sich seit meinem Statuswechsel auf FB und Animexx wieder häufen. Sie interessieren mich nicht. Vermutlich werde ich sie mein ganzes Leben lang lieben.

Nur... wie soll man mit jemanden befreundet sein, den man so sehr liebt? Plan A (alles totzudenken bis kein Gedanke an sie mehr weh tut) hat versagt. Ich greife jetzt zu meinem Lieblingsplan B: Verdrängen. Oder besser gesagt - da man Liebe nicht verdrängen kann - sein Leben anstatt mit Denken mit sich selbst auszufüllen. Es gibt einiges zu tun. Früher war mein oberstes Ziel sie glücklich zu machen. Ab heute ist mein oberstes Ziel der beste Reita-Cosplayer aller Zeiten zu werden. In ein paar Wochen steht die Frankfurter Buchmesse an, auf der ich "Klaus" cosplayen werde. Es wird eine schmerzhafte Con werden, da ich SIE da zum ersten Mal wieder sehe. Aber ich werde es durchziehn. Und ich werde wie der Phönix aus der Asche sein. Und nichts wird mich daran hindern. Kein verwundeter Trümmerhaufen Herz, keine Aggressionsanfälle wenn sie bis jemand anderen berührt.

Lächle und die Welt lacht mit dir.
Weine und du weinst allein.

Wie wahr. Ich werde breiter Lachen als Kai es jemals fertig bringen würde.

Monday, September 19, 2011

I will never be the same again...

Dum spiro, spero! - Solange ich atme, hoffe ich.

Dies ist ein Bericht der Connichi 2010. Oder - wie ich sie insgeheim nenne - der Fail-Nichi. Denn dass es für mich eine war steht außer Frage. Aber alles von Anfang:
Es gab die letzten 4 Wochen einiges an Differenzen in meiner Beziehung, die so gut begann. Differenzen, die ich mir und meinem ekligen Charakter zuzuschreiben habe. Ja, das ist der Zwilling: Ich kann verdammt charmant sein, verdammt nett, verdammt anziehend - aber im Grunde verdeckt es nur die Abgründe, die sich hinter dieser Fassade verbergen. Und leider musste meine Partnerin dies spüren. Ich weiß jetzt, warum bei mir nie etwas länger hält.

Es gibt einfach niemanden, der bereit dazu ist, mir beizubringen wie man richtig eine Beziehung führt. Die Liebe war immer da, mal weniger stark, mal stärker und momentan so stark dass es mich zu einem Schatten meiner Selbst macht. Vielleicht habe ich auch ein psychisches Problem dass ich nach einer Weile einfach immer ausraste, dass ich nach einer Weile nach noch so kleinen Fehlern suche. Vielleicht habe ich einfach ein Problem, weil ich immer eine Bestätigung brauche, dass ich noch geliebt werde. Ich würde mir so sehr wünschen, dass es einfach mal... länger hält. Dass einfach jemand da ist, der mir zeigt wie mans macht. Dass es jemanden gibt, der mich sofort in die Schranken weißt wenn ich etwas falsch gemacht habe. Dass jemand da ist... der mich so sehr liebt wie eine Mutter. Die muss ihre Kinder auch immer schimpfen aber trotzdem hält sie immer zu ihnen. Ich möchte keine Angst mehr haben den Menschen, den ich so sehr liebe zu verlieren. Ich will nicht länger im Dunkeln tappen. Ich will endlich einmal wissen, was ich tue. Ich will die Abgründe mit Blumenwiesen übersäen und sie für immer vernichten, auch wenn es mich alles von mir selbst kostet, aber Hauptsache sie sind weg. Ich will einfach jemanden, der die schmerzhafte Leere in mir füllt, jemanden, der die Sonne in mir scheinen lässt... jemanden, wie meine Partnerin. Und verdammt ja... es tut so weh, wie es noch nie weh getan hat. Vielleicht auch, weil ich weiß, dass ich einen verlorenen Krieg kämpfe. Aber am allermeisten foltert mich das Wissen, dass ICH es alles verbockt habe. Dass ICH Schuld daran bin, dass meine Partnerin ebenfalls gelitten hat/leidet. Dass ICH die Bürde meiner Schuld zu tragen habe wenn alles, was ich jetzt versuche, alle ernsthaften Bemühungen ein Mensch zu werden den man lieben kann im Sand verlaufen und ich am Ende noch einsamer dastehe als jetzt.

Aber verdammt... ich wollte von der Nichi erzählen. Kurzum: ich habe sie durch meine schlechte Laune allen versaut und hatte es verdient ignoriert zu werden/gesteinigt zu werden/gemobbt zu werden/was auch immer zu werden. Das Wetter wurde wie meine Laune immer schlechter, dafür wurden meine Cosplays (meiner Meinung nach) immer besser. Ich möchte mich an dieser Stelle bei allen entschuldigen, denen ich die Nichi versaut habe. Und ich möchte euch dazu auffordern mir in Zukunft sofort ehrlich euere Meinung zu sagen wenn etwas nicht passt.

Ja... das wars so weit... leider bin ich zu keinem positiveren Con-Bericht in der Lage. Ich fand nur dass gewisse Menschen das Recht darauf haben zu erfahren was los war... ja... nun wisst ihrs.

Saturday, September 10, 2011

the moon is shining brighter than my love

Er starrte aus dem Fenster, immer nur auf einen Punkt. Es war der helle Fleck dort draußen in der Dunkelheit, der seinen Blick beinahe magisch anzog. Ein fast voller Mond. Schon einmal war ihm nachgesagt worden, er wäre wenn es auf Vollmond zugeht anders. Doch das wollte er nicht. Er konnte es nur irgendwie nicht beeinflussen. Genausowenig wie er das nicht wollte, was passiert war.
Seit zwei Monaten waren er und Kai nun schon ein Paar. Nach den ganzen Beziehungsflops die er gehabt hatte, war dieser Mann ein Segen gewesen. Er brachte alles mit, wonach er sich gesehnt hatte. Er war warmherzig, er war für ihn da. Da gewesen.
Seit ein paar Wochen schon hatte sich alles nur noch um seinen Umzug gedreht. Und ein kleiner Dämon war in ihm erwacht. Eine Mischung aus seiner schlechten Vergangenheit, zu viel Arbeit aber vor allem... Einsamkeit. Er hatte nicht viele Freunde, da es ihm schwer fiel sich zu öffnen und zu vertrauen. Es hatte Jahre gedauert bis die wenigen Freunde die er hatte sich sein grenzenloses Vertrauen erkämpft hatten. Doch beim Leader hatte er sich sofort gut aufgehoben gefühlt. Er hatte ihn wirklich sehr geliebt. Er hätte sein Leben für ihn gegeben. Aber seit ca. einer Woche hatte sich das langsam, schleichend wie der Tod, verändert. Ohne dass er es wollte. Wenn sie miteinander schrieben nervten ihn die Antwortzeiten des anderen immer mehr. Und diese wurden auch immer länger. Er hatte irgendwann angefangen es zu hassen, seine eh zu wenige Freizeit damit zu verbringen auf eine Antwort seines Liebsten zu warten, gefesselt an den Laptop. Er hatte irgendwann einen Hass auf die zahlreichen Freunde des Drummers entwickelt, weil diese mehr Zuwendung bekamen als er. Am Anfang hatte er sich noch versucht einzureden, dass es doch ganz normal war. Dass der Dunkelhaarige jetzt viel mit seinen Bekannten aus seinem alten Wohnort unternahm, weil er diese bald nicht mehr sehen würde. Hin und wieder, wenn er unterwegs war, bekam er auch eine SMS. Doch - vielleicht bildete er sich das auch nur ein oder die Wut hatte sein Fühlen getrübt - irgendwie waren sie... lieblos. Er konnte sich irgendwie nicht mehr darüber freuen. Wenn Kai dann nach Hause kam machte er nebenbei noch zehntausend Dinge - aber mit ihm befasste er sich nicht. Und Reita war auf Abstand gegangen, unbewusst, er hatte es nicht einmal gemerkt. Bis sein Freund ihn gefragt hatte, was denn los mit ihm sei. Dann sagte er ihm, dass er sich vernachlässigt fühle und ungeliebt. Es wurde ihm versichert, dass sein Freund sich wieder mehr um ihn kümmern würde wenn der Umzug vorbei war und dass er ihn sehr liebte. Für Stunden nach dem Telefonat war alles wieder gut gewesen... doch dann schlug die Einsamkeit wieder zu. Eine Zeit lang redete er sich ein, dass die schlechte Stimmung in ihrer Beziehung nur am Umzug lag. Doch irgendwann fing er es an zu hassen, dass er Vollzeit arbeiten musste, nebenher noch die Kostüme überarbeiten musste und sein Freund nichts tun musste außer auszuschlafen und Umzugskartons mit den Habseligkeiten von nur einem Zimmer zu füllen. Er hatte ein paar Vertrauten erklärt, was zurzeit los war und sie um ihre Meinung gefragt. Ob er vielleicht überreagierte, ob er vielleicht einfach zu viel Aufmerksamkeit brauchte. Dass sie ihn in seiner Reaktion bestärkten machte die Sache nicht besser. Er kam sich mehr denn je ungeliebt, unverstanden (denn nach dem Telefonat war nicht die geringste Verhaltensänderung gefolgt, nichtmal die Stunde ungeteilte Aufmerksamkeit um die er gebeten hatte bekam er) und verzeifelt vor. Verzweifelt deswegen, weil er am Anfang gedacht hatte, dass Kai jetzt wirklich endlich der Partner fürs Leben war. Es zog seine Laune noch mehr in den Keller als eh schon, wenn er daran dachte, dass es wohl wieder nicht klappen würde und er wieder von Neuem anfangen musste zu suchen. War er vielleicht einfach nicht kompatibel? Mit niemandem? Zu sehr geprägt von seiner Vergangenheit? Sollte er vielleicht einfach eine Therapie machen? Aber gottverdammt - er war doch nicht gestört! Alles was er wollte war geliebt werden - und zwar nicht nur wenn er seinen Freund sah - und nur eine Stunde ungeteilte Aufmerksamkeit! Das war doch nicht zu viel verlangt?!
Gestern abend war er dann wieder allein - der Leader war schon wieder weg, außer Reichweite. Und in ihm drin brannte eine Gewissheit wie Feuer. Es bereitete ihm Übelkeit, er konnte seit Tagen nicht ruhig schlafen und doch - konnte er es ihm nicht sagen. Er konnte ihm doch den Start in die erste eigene Wohnung nicht so versauen! Aber... wenn er nichts sagte... würde es so weitergehen. Und dann musste er definitiv tun, wovor ihn seine beste Freundin gestern bewahrt hatte: er musste Schluss machen. Denn jemand, den man nicht mehr liebte... mit dem konnte er nicht zusammensein. Momentan war noch ein kleiner Funke da, wie bei einem Feuer, dass kurz vorm Ausgehen war. Aber er spürte, dass es nicht mehr viel brauchte, bis es aus war. Und dann würde es erneut dunkel in ihm werden. Das wollte er nicht. Genausowenig wie er seine Liebe zu dem hübschen Drummer verlieren wollte.
Und jetzt stand er immer noch hier, den Blick starr auf den Mond gerichtet. Sein schlechtes Gewissen plagte ihn, obwohl er für seine schwindenden Gefühle nichts konnte - zumindest nicht bewusst. Es quälte ihn, Kai unglücklich gemacht zu haben - er hatte es gehört am Telefon gerade, als er ihm gesagt hatte, was passiert war. Eigentlich hatte er sich nach seiner letzten Beziehung geschworen, seinen Partner nie wieder so weit zu bringen, dass die Trauer aus dessen Augen kam. Und doch hatte er es wieder getan... was war er eigentlich für ein egoistisches, unlernfähiges Beziehungsarschloch?! Er hatte die Hoffnungslosigkeit in der Stimme des anderen gehört. Kai glaubte anscheinend nicht, dass er ihm wenigstens eine Stunde täglich widmen könnte, nein, besser gesagt hatte er Angst was es für Folgen hatte, wenn es einmal nicht ging. Doch... es gab ja auch Ausnahmen. Wenn der andere bei Freunden war oder sonst etwas war, verstand er das ja. Er verstand nur nicht, wie man nichtmal ein einziges vernünftiges Gespräch mit ihm zustande bringen konnte wenn man zu Hause war und eigentlich nichts zu tun hatte. Er verlangte doch gar nicht viel... nur etwas Liebe, etwas Wärme und ein klitzekleines Bisschen Aufmerksamkeit ganz für ihn allein.
Ein Seufzen drang über die vollen Lippen des Bassisten, er wandte den Blick vom Mond ab und rieb sich über die Augen. Er ließ sie gleich geschlossen, horchte in sich hinein. Er hoffte, dass dort drin noch genug Glut am Glühen war um das Feuer ihrer Beziehung aufrecht zu erhalten. Es lag an seinem Freund. Wenn Kai endlich verstanden hatte, worum es ihm ging stand einer erneut auflodernen Liebe eigentlich nichts im Weg. Er hoffte es. Er wollte nicht schon wieder jemandem so weh tun nur weil er so ein verkorkster Spast mit völlig normalen Bedürfnissen war.