Friday, April 29, 2011

Underdog

Ihr alle kennt es, jeder hat es schon mal erlebt: Die Außenseiterrolle. Selbst die ganz Beliebten hatten einmal in ihrem Leben einen Punkt, wo sie dachten "Mist... ich komm in die Gruppe einfach nich rein, ich kann da einfach nicht dazugehören." Im Normalfall strengt sich die Person dann an, um um jeden Preis dazuzugehören.
Ich nicht. Ich will nicht sagen, dass ich ein Außenseiter bin. Ich habe einige Freundeskreise... aber es ist sehr schwierig für mich, Leuten mehr über mich zu erzählen, weswegen nur meine beste Freundin wirklichen Zugang zu mir hat. Es gibt einige Gruppen, zu denen ich gerne zählen würde. Ich verstehe mich mit den Leuten gut, egal wo ich hinkomme... nur seltsamerweise ist es verdammt schwierig für mich, aus mir herauszukommen. Ich weiß nicht, was mich geprägt hat. Ich hatte keine traumatischen Kindheitserlebnisse, hatte stets meine Freunde und war eigentlich recht beliebt. Aber so lange kein TÜV-geprüftes Vertrauen da ist, ist alles was ich hinkriege eine oberflächliche Konversation. "Reita ist cool!", denken die meisten - und im nächsten Augenblick bin ich vergessen. Ich wäre so verdammt gern etwas unbeschwerter im Umgang mit anderen... aber es geht einfach nicht. Ständig habe ich Angst, zu viel zu verraten. Ständig habe ich Angst, verraten zu werden. Jedes gedämpftere Gespräch wird zur Lästerei, jedes Lachen ein Auslachen. Selbst in der Arbeit habe ich keine Ruhe davor, ständig überprüfe ich die Reaktionen meiner Umwelt auf mich und denke dass sie negativ sind, auch wenn sich im Nachhinein herausstellt dass es nichtmal um mich ging - es ist ein Zwang. Vielleicht grenze ich mich bewusst aus. Dann habe ich keine Menschen, deren Meinung mir wichtig ist. Dann ist es mir egal, ob sie Lästern. Aber Einsamkeit tut weh... es ist ein Teufelskreis. Ich schaffe es einfach nicht, mich auch nur ein Stück weit zu öffnen. Überall wittere ich den Feind, und wenn es nur eine Person in der Gruppe ist dann denke ich dass sich die ganze Gruppe früher oder später gegen mich verschwören wird. Ich kann nicht vertrauen... und das war schon immer mein Problem. Und wenn ich nicht bald was dagegen unternehme, wird es auch immer so bleiben. Nur... ich weiß nicht was. Ich weiß es einfach nicht.

Monday, April 25, 2011

When I look back...

...dann ist da nichts, was ich bereue. Selbst das Negative hat mir Vorteile gebracht. Es ist eine Kunst, schlimme Dinge die passieren positiv zu sehen, das Beste daraus zu machen. Ich hab die letzten Monate sehr viele Freunde hinzugewonnen, die ich nicht mehr missen will. Ich hab es geschafft Leute, die mich vorher nicht mochten weil sie ein falsches Bild von mir hatten davon zu überzeugen, dass es dieses Bild nicht gibt. Ich bin oft über meine Grenzen hinausgewachsen, bin dadurch menschlich weitergekommen. Ich habe viel über die Liebe gelernt und was sie mit einem anstellt, viel über das gelernt, was ich will - und was ich nicht will.

Doch das ist Vergangenheit. Zwar ein schmerzliches Stück Vergangenheit, da ich die Zeit besser nutzen hätte können, aber es gehört zu mir wie alles andere an mir auch. Schon seit langem sehe ich endlich wieder klar nach vorne. Mit MEINEN Zielen. Arbeite auf das hin, was ich will. Und das ist eine gelungene Abschlussprüfung mit freiem Kopf und eine Zukunft in Bayern.

Mein Leben könnte im Moment wirklich nicht besser sein. Mein Osterwochenende war einfach der Hammer! Am Samstag war ich mit Jenny in Nürnberg, erst im Loom (Gott, wie ich diese Bar vermisst habe! Ich war seit zwei Jahren nicht mehr da drin und da hängen so viele Erinnerungen an meine Klasse dran, so viele schöne Abende!) und danach im Planet in der Las-Vegas-Night - geeeeiles Teil! Lustigerweise war von 3 Cocktails und zwei Shots bei mir rein gar nichts zu spüren, kein Torkeln, kein Lallen, keine Orientierungslosigkeit... blöd. Eigentlich wollte ich so richtig einen drauf machen aber dann hätte ich so viel trinken müssen dass ich alle Stunde zum pinkeln gemusst hätte X|D. Die Nacht war lang, der Schlaf kurz und dementsprechend müde schlug ich am Ostersonntag Mittag dann bei meinen Großeltern auf. Grillen. Das erste Mal im Jahr und omfg - es war zu geil. Ich hätte STUNDENLANG essen können X|D (nur war halt iwann der Hosenbund im Weg). Danach einfach nur chillen in der Sonne, nochmal Essen und dann nach Hause, wo ich erstmal müde wie ein Stein ins Bett bin.

Die Müdigkeit begleitete mich auch am Ostermontag. Eigentlich wollte ich Lernen (weil ja bald Abschlussprüfung und so) - aber ich war einfach viel zu unmotiviert. Also hab ich einfach bis 17 Uhr gechillt und bin dann zu Nine abgedüst. Dort erstmal fett gefreut, da Anja und Marek auch da waren. Endlich wieder mal ein schöner Nachmittag mit meinen friends aus der Nähe - gott wie ich das vermisst habe! Gemütlich mit allen Dreien eine durchziehn, sinnlose Gespräche über Sex führen, so viel Lachen dass der Bauch weh tut - herrlich! Nachdem Nine und ich die Wig für die Animuc ENDLICH gestylt hatten (und ich ca 10 Zentner Taft an den Fingern hatte X|D) gings auf zum Burger King, was schon fast ein Ritual ist. Immer abends gegen neun, sie isst zwei Hamburger ohne Gurke, ich einen Whopper, wir sitzen einfach nur und essen und es herrscht einfach... Friede. Verstehen ohne Reden. Dafür lieb ich dich, mein Mesut <3.

Und jetz sitz ich hier, habe noch einen Film geguckt mit meinen Eltern und einem Pils und bin müde, aber glücklich. So glücklich, wie lang nicht mehr. Keine sinnlosen Diskussionen, kein zwanghaftes wachbleiben. Und endlich mal wieder Freude auf den nächsten Tag. Freude auf die nächsten Monate. Freude auf die nächsten Jahre. Freude aufs Leben. Freude AM Leben.

Sunday, April 17, 2011

Liebe und andere Steine, die einem das Leben so in den Weg schmeißt


Es is schon komisch. Da war man so lange mit jemandem zusammen... und dann merkt man, dass man ihn nicht mehr liebt. Man trennt sich, denkt erstmal so "oh oh..." weil man Angst hat dass es dem andren richtig dreckig geht und es vielleicht nicht die richtige Entscheidung von einem selber war... und dann schreibt man das erste Mal nach der Trennung miteinander und merkt: fuck... es war wirklich die richtige Entscheidung. Da is zwar ne komische Leere da... aber sie tut nich weh. Im Gegenteil... man blüht richtig auf, besinnt sich auf Dinge für die man vorher kaum Zeit hatte. Zimmer aufräumen, Fotos bearbeiten, Bass und Gitarre spielen, mit den Eltern mal wieder fernsehen, mal wieder stundenlang RPG spielen, Auto waschen, feiern gehn, in Faceboock schreiben wie besoffen man doch gerade ist ohne dass die Freundin drei Tage nich mit einem redet - is doch herrlich! Man lernt das Leben wieder zu schätzen, der Blick für andere Leute weitet sich wieder, man rennt nicht mehr mit Scheuklappen durchs Leben ("Neeee, guck da nich so lange hin, sonst wird se eifersüchtig!"). Aber ich will hier nicht sagen wie gut es mir gerade geht. Nein... bin ein wenig vom Thema abgekommen X|D. Das eigentliche komische an allem ist, dass man sich fragt, warum man das nicht vorher gemerkt hat? Genau, wegen der Liebe. Und das is jetz das, was wirklich total strange ist. Ich mein: Man vergisst sich total selber wenn man verliebt ist. Das is doch nich gut! Ich mein: was stellt die Liebe da mit einem an?! Die würde einen vom Hochhaus springen lassen wenn man nich noch ein Stückchen Restverstand hat. Die Liebe kann ganze Leben zerstören... das is doch grausam?! Aber... auch wenn ich hier so ablästere über die Liebe ist mir klar, dass auch ich nicht für immer alleine bleiben will. Und das is das eigentlich grausame daran. Man hofft nach jeder Enttäuschung weiter. "Jaaa, du hast die Richtige noch nicht gefunden, wart doch einfach noch, die kommt noch!". Was aber wenn... es keine "Richtige" für mich gibt?

Ja, das is alles komisch. Nich nur die hier aufgeworfenen Fragen und Erkenntnisse sondern wohl auch, dass ich ECHT so tiefgründig sein kann X|D. Sorry sollte ich euch geschockt haben! Ich bin jedenfalls froh die Fesseln einer Beziehung nicht mehr zu haben... und werde jetzt für die nächsten Monate mein Single-Leben genießen *g*



Monday, April 4, 2011

Wenn der böse Mann von der Krankenkasse wieder mal am Telefon ist...

...kann das auch positiv sein!

Ich hatte heute meinen ersten RICHTIGEN Tag im festen Team am festen Arbeitsplatz und ich muss sagen: wow! Anfangs hatte ich ja so meine bedenken... aber jetzt.

Nachdem ich heute bis 7:28 Uhr alleine am Kundenberatungsteam war stellten wir (mittlerweile schon zu dritt) fest, dass über die Hälfte erkrankt ist. Heißt: ein unterbesetztes Team wird noch unterbesetzter. Natürlich muss da dann der (fast) frisch ausgelernte Azubi ran! Hieß also: Telefon an den Sammelanschluss und rein ins Getümmel der verwirrten Versicherten die anrufen und eine Auskunft wollen!

Und so lief das dann den ganzen Tag: Telefon gerade aufgelegt, nächster Anruf, den gerade aufgelegt als jemand an den Schalter kam, vom Schalter gerade zurück als wieder das Telefon klingelte. Stress pur. Aber: ich bin jemand, der das gerne hat. ÄKTSCHN! Könnte jeder Tag so sein X|D. Bin jetz zwar echt k.o. aber glücklich. Fast alles konnte ich schon allein, was wieder mal beweist: Ich bin doch nich so dumm wie ich dachte! Heißt also morgen wieder: auf in den Kampf!